When I was young… ♪♫♪♪♫♪

Ich hatte schon recht früh mit Vinyl zu tun, denn in meiner Kindheit gab es Märchenplatten. „Die Abenteuer der Lok 1414“ war mein Highlight 😉 aber auch irgendwann langweilig.  Ich schaute bei den „Märchenplatten“ meiner Eltern, fand eine Platte mit vier lustigen Typen drauf und legte die auf unseren Plattenspieler, der aus heutiger Sicht eher einer Kreissäge glich.

Die Platte war „Beatles for Sale“. Ich war 4.

4sale

Doch von dem Moment an wusste ich, dass es da draußen noch was anderes“ geben musste als das wohlbehütete Leben, das ich bisher kannte.

Ich fand es toll, wenn die Älteren in der Schule mit Platten unterm Arm über den Schulhof gingen und sich gegenseitig ihre Schätze zeigten. Das wollte ich auch. Allerdings war mein Coolness-Faktor einigermaßen überschaubar – im Plattenschrank meiner Eltern standen Singles von Peter Alexander, Freddy Quinn oder Frank Sinatra. Gut, der wäre heute wieder cool – aber damals…

Ich habe lange überlegt, aber ich weiß einfach nicht mehr, welche Scheibe die erste war, die ich mir von meinem Taschengeld gekauft hatte. Es könnte gut „Animals“ von Pink Floyd gewesen sein. Denn über das album hatte ich meine allererste Rezension geschrieben. In der Schülerzeitung, die warum auch immer „Senftöpfchen“ hieß.

Das Album hatte mich 1977 so geplättet, dass ich bei unserem lokalen Musikalienhandel im Dorf mich nach und von „Animals“ rückwärts durch das Pink Floyd-Oevre arbeitete. Bis „Ummagumma“ war auch alles fein – was davor erschienen war, war echt nicht mein Ding.

In meiner Pubertät gingen meine Liebschaften nie von Mai bis Oktober oder von Altweiber bis Aschermittwoch – sie fingen mit „Wish you were here“ an und konnten mit „Supper´s Ready“ enden. Oder sie gingen von „Raven“ bis „Tubular Bells“. Und damit sind keine zeitlichen Einteilungen gemeint, die auch nur im Geringsten etwas mit VÖ-Terminen zu tun hatte – es funkte, als der eine Song lief und war halt beim anderen Song gegessen. Ich weiß einfach nicht mehr, wann meine erste große Liebe anfing – aber ich weiß, was ich da hörte…

Ich will jetzt auch gar nicht die ganze Geschichte erzählen – sonst wär der Blog hier ja auch schon vorbei… ich möchte nur den Hauch eines tamponfaserzarten Gefühls davon vermitteln, warum ich so ticke. Bis heute. Nur ist es gefühlt jetzt noch ein bisschen schlimmer 🙂

Übrigens: die Beatles-Platte habe ich heute noch. Gut, ihr Zustand wird manchem Zeitgenossen die Tränen in die Augen treiben – aber ich wollte damals ein Poster an der Wand haben, und die Bravo durfte ich nicht lesen… Aber egal – ich liebe die Scheibe so, wie sie ist. Denn so ging alles los ♥

14 Kommentare zu „When I was young… ♪♫♪♪♫♪

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  1. Meine erste Single war von den Osmonds/ crazy horses und die erste selbstgekaufte LP war Led Zeppelin 1. Beide noch in der Sammlung und ich seh mich noch im Laden stehen, in beiden Händen je einen Hörer um zu entscheiden, ob ich mir die ganze LP kaufe oder nur die Single: good times-bad times😊

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  2. Schön zu lesen, Axel.
    Meine erste Platte waren die New Lords. Gab’s geschenkt zu Weihnachten, mit dem ersten Dreher. Marke Universum, Modell Kreissäge.
    Meine erste selbst gekaufte war Status Quo, If you can’t stand the heat.
    Erste noch immer im LaMös, letztere jetzt wieder.

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  3. ich habe da auch so meine Erinnerungen mit den ersten selbstgekauften Platten. Im Jahre 1969 war ich Freitags abends immer im Jugendclub der Kirchengemeinde, den Alle besuchen durften, die schon konfirmiert waren. Die Oberhand hatte ein Kumpel, der 3 Jahre älter als ich war und schon sein eigenes Geld als Lehrling verdiente. Er brachte immer seine neuesten Platten mit und spielte sie ab, anfassen durfte sie natürlich Keiner. Ich kam also in diesen Club und hörte ‚America‘ von The Nice, den Musicaltitel kannte ich ja, nicht aber diese einmalige Adaption. Kurz darauf brachte er die ‚Truth‘ von Jeff Beck mit. Auf diesem Album war ein unbekannter junger Mann mit einer komischen Stimme zu hören, der kurze Zeit zum Weltstar aufstieg. Es war Rod Stewart. Aber das Beste auf der Platte war das Gitarrenriff und das Wah-Wah im Song ‚I ain’t superstitious‘, einfach mindblowing. Irgendwann brachte er ein nagelneues Album mit einem Song mit, der mich aus den Puschen haute. Der Song war ‚Whole lotta Love‘ und das Album hiess Led Zeppelin II. Danach führte mich mein Weg in den örtlichen Plattenladen und ich kaufte zuerst Jeff Beck, dann The Nice und als Dritte die Led Zeppelin. Geld hatte ich, denn ich hatte in den Sommerferien als 14-Jähriger im Straßenbau gearbeitet und reichlich Geld (für die damalige Zeit) verdient. So fing es für mich mit der Musik an und die Art der Ferienarbeit wurde dann auch zu meinem Lebensinhalt. Übrigens war meine erste Single ‚Painter Man‘ von The Creation…..

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    1. das ist das Schöne an Musik – es gibt so viel davon 😉 alle drei Bands sind bislang sang- und klanglos an mir vorbei gegangen…

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