Perfect Beings – Vier

Ich kannte die Band vorher nicht. Auch nicht ihr Musik, die sie bislang gemacht haben – damit werde ich mich in nächster Zeit mal beschäftigen. Ich hab sie zufällig entdeckt, ein paar Snippets vom Album gehört und mich gefragt, wie das alles zusammen passen soll. Zudem mag ich das, wenn eine Band ihr drittes Album „Vier“ nennt – vor allem, wenn sie aus L.A. kommt. Und ich fand das Cover toll!

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Perfect Beings – Vier

Selten war ich so aufgeregt wegen eines Albums, von dem ich nichts wußte. Was andererseits den Vorteil hat, sich einfach unvoreingenommen damit beschäftigen zu können. Und nur mal so als Tipp: es macht schon Sinn, sich dem Album beim Hören auf Vinyl zu nähern – vier Seiten, jede musikalisch für sich stehend, unterteilt in vier, auch mal fünf Stücke, die nahtlos ineinander greifen. Da freut sich das Progger-Herz 🙂

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Sticker

Seite 1 – Guerda: Du magst das Weiße Album der Beatles, Lamb von Genesis UND Tales of Topographic Oceans von Yes? Dann bist du hier richtig… wenn du es magst, alle drei Alben gleichzeitig zu hören… vertrackter Gesang, vertrackte Rythmen, eingängige Harmonien, die falsche Fährten legen, laute und zarte Gitarren, wabernde Synthies, seltene Sounds und gar ein Vocoder – kaum glaubst, dass du jetzt einen Song hörst, wirst du in die nächste Kurve geschleudert. Ein wilder Ritt durch die Prog-Gefilde. Da kommt das jazzige Saxophon am Ende schon beinah versöhnlich daher…

Seite 2 – The Golden Arc: Klavier, Mellotron, Orchester – es ist, als ob Gary Brooker und Ravel beim Tee sitzen und Stockhausen verschämt durch´s Fenster schaut. Doch er kommt rein mit ´nem bekifften Steve Hackett im Schlapptau und bittet zum Gang Bang.

Seite 3 – Vibrational: Synthies. Ganz viele Synthies. Richtig viele Synthies! Jarre, Schulze, Fröse grüßen. Dann: Gitarre, Bass, Drums – ein Song! Synthies. Robert Fripp in Metal-Laune kommt auf nen Sprung vorbei. Geht wieder. Ein Gute-Nacht-Lied.

Seite 4 – Anunnaki: ProgRock trifft Weltmusik. Mit Brass Section, Koto und Jazzgitarre. Als füge sich alles zusammen. Songs, fast. Balladesk, rockig, verspielt.

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Gatefold

Das ist kein leichtes Stöffchen und doch kommt es aus einem Guss daher. Das Album braucht Aufmerksamkeit. Die hat es verdient. Das hörst du nicht nebenbei. Eines der Alben, die du liebst – oder hasst. Dazwischen ist nicht viel möglich.

Mich fickt´s. ♥ und wenn nicht Januar wäre, würde ich sagen: mein Album des Jahres!

 

2 Kommentare zu „Perfect Beings – Vier

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