10 Songs für die Ewigkeit…

…na ja, zumindest für meine 🙂

Die 10 Lieblings-Alben für sich zu definieren stellt manchen Zeitgenossen ja schon vor eine unlösbare Aufgabe – obwohl es ja geht…

Bei den 10 Lieblingssongs wird das natürlich ungleich schwerer – es gibt ja schließlich deutlich mehr davon. Trotzdem wollte ich mich irgendwann einfach dran versuchen – einfach kann schließlich jeder…

By the way: von jeder der hier aufgeführten Bands könnte ich wahrscheinlich schon jeweils alleine 10 Songs benennen, aber es geht mir um Bandbreite und so darf jeder nur einmal vorkommen. Unmöglich ist so eine Liste so oder so…

10. Status Quo – Whatever you want

Mal ehrlich: Quo gehen immer! Ich hab einiges an Konzerten in meinem Leben gesehen, aber nur sie schafften JEDES Mal das Kunststück, eine Halle sofort zum Kochen zu bringen. Ausnahmslos. Meine Lieblings-Szene von ihnen ist die bei Live Aid: sie mußten das Mega-Spektakel eröffnen und jeder wußte, wer da noch alles auf die Bühne kommt. Und dann nachmittags, 15 Uhr, alles ist hell und du mußt raus und das Spektakel starten – eigentlich ein Horror-Szenario für eine Band. Doch Quo gehen auf die Bühne, sagen Hallo, zählen an – und 88.000 Zuschauer in Wembley gehen steil. Respekt!

„Whatever you want“ hab ich übrigens auf dem Smartphone als Weckton 🙂 perfekt, um in den Tag zu kommen! Probiert´s mal aus.

9. ABBA – Happy New Year

Sind wir mal ehrlich: Pubertät ist Scheiße! Jeder kennt das. Aber wenn du dann noch die falsche Musik hörst, kann es echt grausam werden. Zum Glück hatte ich Glück… In meiner Clique damals hörten alle vorwiegend Dylan, CSN&Y, Donavan und schwärmten von all den Woodstock-Acts. Ich fand die Bay City Rollers geil, hatte den Bravo-Starschnitt von The Sweet an der Wand und liebte die Musik von ABBA. Und bevor einer fragt – die Antwort ist: die Blonde! 🙂

Aber all die Jahre hatte ich nicht ein Album von ihnen im Regal. Klar, die Greatest Hits schon – aber ich meine keines ihrer „richtigen“ Alben. Die habe ich erst im letzten Jahr angefangen zu entdecken. Drei hab ich jetzt, für den Rest lass ich mir Zeit. Vor einigen Wochen hatte ich mir „Super Trouper“ gegönnt. Bis dahin war „Eagle“ ganz klar mein Alltime-ABBA-Favorit. Dann hörte ich „Happy New Year“… diese ganzen kleinen Finessen, die in den dreieinhalb Minuten Popmusik versteckt und eigentlich ganz schön ungewöhnlich sind, hier aber dennoch wie aus einem Guß  funktionieren… zum Zunge schnalzen!

8. Keith Caputo – New York City

Ganz ehrlich – ich habe keine Ahnung, wann oder wieso ich auf den Song gestoßen bin. But I love it! Und „Died laughing“ ist obendrein ein ganz tolles Album! Komisch dabei ist, dass ich mit Life of Agony nie etwas anfangen konnte. Aber was soll´s: ein guter Song ist ein guter Song ist ein guter Song.

7. Pink Floyd – Dogs

Meine allererste journalistische Veröffentlichung war eine Plattenrezension in unserer Schülerzeitung. Ich war 16, das Blatt hieß „Senftöpfchen“ – warum auch immer 🙂 Kurz zuvor hatte ich Pink Floyd entdeckt und Animals war mein erstes Album von ihnen. Damals war „Dogs“ mein Lieblingssong. Heute ist es „Sheep“.

6. Steven Wilson – Happy Returns

Steven Wilson hab ich über Porcupine Tree entdeckt und das auch erst mit dem Album „In Absentia“. Wie immer hab ich mich in totaler Begeisterung rückwärts durch den Backkatalog gekämpft – was 2002 recht schwierig war, da alle Alben kaum verfügbar waren. Die hab ich nach und nach auf Börsen und Flohmärkten zusammengetragen. Als ich dann alle hatte, wurden sie wiederveröffentlicht… Whatever: „Hand. Cannot. Erase“ ist ein großartiges Album und ich suche noch immer eine Band, die den Song mit mir covert.

5. Yes – Starship Trooper

Die erste Band, die mein Leben umgekrempelt hatte, waren die Beatles. Sie sorgten für den Schritt von der Märchenplatte zum Pop. Die zweite Band war Yes. Sie brachten mich vom Pop zur Klassik, zum Prog, zum Jazz und dem ganzen Rest 😉 Ich war 18 oder 19 und stand in meinem Lieblingsplattenladen auf der suche nach was Neuem, ohne eine konkrete Vorstellung davon zu haben, was ich eigentlich wollte. Also fing ich bei A an und hatte von da an in alphabetischer Reihenfolge jede Scheibe in der Hand auf der suche nach Inspiration. Bei Y – und der Verzweiflung langsam nahe – stieß ich auf auf Yessongs. Was ich da allerdings nicht wußte.

Das Cover sah interessant aus, ich konnte allerdings nichts entziffern und war in dem Moment auch einfach zu blöd, um auf den Plattenrücken zu gucken. Das Ding war eingeschweißt. Und dick. Also mindestens ´ne Doppel-LP. Sollte allerdings 25 D-Mark kosten, und das war damals ein echter Batzen… Der Blödmann in dem Plattenladen ließ mich auch hängen – ich durfte sie weder öffnen, noch hören, noch wollte er mir irgendwas zu dem Album sagen. Ich nahm es mit nach Hause, legte es auf und das erste, was ich zu hören bekam war Strawinskys Feuervogel, das typische Yes-Konzert-Opening. Aber das wußte ich da ja noch nicht. Ich war nicht nur bodenlos enttäuscht, sondern trauerte jedem Pfennig der 25 D-Mark einzeln hinterher… wer das Album kennt, weiß was nach dem Opening passiert: „Siberian Khatru“. Ich war geflasht. Und mit jedem Song des Albums wurde Flash größer, gewaltiger, faszinierender und einfach immer besser.

Es war ein Ritt, den ich popverwöhntes Bengelchen tatsächlich unbeschadet überlebt hatte – bis zum Finale: „Würm“, der letzte Akt von „Starship Trooper“… meines Wissens gibt es keinen Fitzel Musik von ihnen, den ich nicht zu Hause stehen habe. Selbst die schlimmen Aussetzer. Und sie hatten wirklich, wirklich schlimme Aussetzer 😉 Bei Yes heißt für mich die Devise einfach: muss ich haben. Punkt. Und wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch auf dem Planeten, der bei Jon Andersons Stimme zu Herzen gerührt ist. Es gibt Stellen auf „Tales of Topographic Oceans“, da werden meine Augen einfach feucht. Bis heute.

4. Flying Colors – Blue Ocean

2012 stieß ich auf die Flying Colors und die Besetzung machte mich neugierig. Also hab ich das Debut-Album „blind“ gekauft. Schon nach den ersten Sekunden gefiel mir ihr Humor: eine Band, die sich beim Opener ihres Debuts selber „good luck“ wünscht, hat gleich meine ganze Sympathie 🙂 Nach dem Opener hatte ich kurz das Gefühl von „was soll jetzt noch kommen?“, aber das Ding wurde einfach nicht schlechter. Was soll ich sagen – seitdem verbindet uns eine große ♥!

3. Dave Grohl – Mantra

Ich hab Nirvana nie gemocht. Bis ich ihr Unplugged-Album entdeckt hatte. Genauso ging es mir mit den Foo Fighters. Bis heute 😉  Es gibt Menschen, die das erstaunt, zumal ich eigentlich im Rock zu Hause bin. Aber was soll ich sagen: manchmal wundere ich mich über mich selber… wie auch immer: eines Tages kam ein großer Foos-Fan auf mich zu und sagte mir, ich solle mir mal den Film „Sound City“ anschauen.

Als ich den Namen Dave Grohl las, wollte ich schon abwinken – was ich dann zum Glück gelassen habe! Ein großartiger Film, der selbst dem letzten Betonklotz klar machen kann, was Liebe zur Musik bedeuten kann. Der Soundtrack: allererste Sahne! Und wer ein eigentlich einfaches musikalisches Thema über Minuten hinweg spannend halten kann, kann kein schlechter Mensch sein 🙂 Wer den Film nicht kennt und sich für Musik – egal welche!!! – interessiert: Guckbefehl!

2. Dave Matthews – If only

Es gab mal eine Zeit, da durfte ich mich Musikjournalist schimpfen. Und da sind viele Plattenfirmen immer nett zu einem gewesen 😉 Typisch waren damals so Anrufe wie: „Du, ich hab da ein Thema, das ist uns unheimlich wichtig…“ So ginge es auch 1996, als die Dave Matthews Band ihren Megaseller „Crash“ herausbrachte. Man muss wissen: in den USA füllt der Mann die größten Stadien, hier ist das ein wenig anders. Und die Diskrepanz war 96 noch größer.

Ich bekam die CD und was soll ich sagen: es war einfach nicht meins. Punkt. Ende.

Jahre später war ich in New york und besuchte eine vorstellung der Blue Man Group. Ich war begeistert, nahm deren CD „The complex“ und fand darauf vor allem den Song „Sing along“ klasse – gesungen von Dave Matthews… ich fing an, mich für den Kerl zu interessieren, was dazu führte, dass ich so ziemlich alles von ihm mittlerweile im Regal stehen habe 😉 Vor allem ist DMB die beste Live-Band, die man sich ansehen kann – da lass ich nicht mit mir diskutieren.

Ich könnte wahrscheinlich 50 Songs von ihm hier in die Liste aufnehmen, aber „If only“ ist einfach eines der schönsten Nicht-Liebeslieder, die ich kenne.

1. John Lennon – Imagine

Manchmal ist ein großer Song einfach ganz einfach. Punkt.

und ja: ich weiß auch, daß das hier nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Auch nicht für mich! Gott sei Dank! Aber ein geiles Mixtape läßt sich aus den 10 Songs allemal machen!

Bonustrack

einhabichnoch 🙂 Hab die Band erst letztes Jahr für mich entdeckt und der Song macht einfach immer Spaß beim Autofahren…

5 Kommentare zu „10 Songs für die Ewigkeit…

Gib deinen ab

    1. Imagine hat mich einfach immer deswegen geflasht, weil er ein ganz simpler Song ist, der aber alles bewegt. Und John war immer eher mein Hero, als es Paul war. Der war dafür der bessere Songschreiber. Und mal ehrlich: einen Song aus dem Beatles-Oevre raussuchen – mach mal vor 🙂

      Liken

  1. Bei Nirvana gings mir genauso, die Foo Fighters mochte ich allerdings „von Anfang an“. Dave Grohl ist einfach eine Rampensau und dazu grundsympatsisch. Für alles andere bin ich „zu alt“ – obwohl Imagine sicherlich einer der schönsten Songs „aller Zeiten ist“.

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