Live is Live

Irgendwann kam in einer Facebook-Gruppe die Frage nach den besten 3 Live-Alben auf. Und ganz ehrlich: ich hatte nie darüber nachgedacht. Wären es die besten 10 Live-Alben gewesen, hätte mich das wahrscheinlich auch gar nicht länger beschäftigt – aber drei? Das ist ´ne Hausnummer, wo du echt abwägen musst. Die meisten gehen dann ja hin und sagen, sie kämen noch nicht mal 20, 50 oder 100 Alben aus – ich sag da lieber:

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Im Grunde sind solche Entscheidungen ja einfach zu treffen – die ersten drei Alben, die dir einfallen, scheinen für dich ja schon mal eine Bedeutung zu haben. Dumm nur, wenn einem dann nach und nach noch ein paar mehr Alben einfallen. Und im Zuge solcher Diskussionen kommt man dann ja auch auf die ein oder andere Idee…

Auch hier hilft wieder nur eine Strategie: Selbstdisziplin 🙂

Als die Liste 10 Alben beinhaltet hatte, habe ich sie kategorisch dicht gemacht. Aus den 10 Live-Alben drei zu bestimmen ist schließlich schwer genug. Oder auch wieder nicht, denn Album Nummer 1 war sofort und unerschütterlich da – Yessongs. Zum einen, weil es eh in meiner ewigen Top-10-Bestenliste steht, zum anderen weil es weit mehr als viele andere Alben bei mir augelöst hat.

Bleiben also nur noch 2 Plätze für 9 Alben…

Einige Alben kamen mir sofort in den Sinn, aber mir war auch sofort klar, dass sie es nicht in die Top 3 schaffen würden. „Frampton comes Alive“ zum Beispiel. Gnadenlos tolles Album und nicht umsonst reichlich erfolgreich – aber ohne emotionalen Fick-Faktor für mich – und den brauchst du, wenn du bei mir Top 3 werden willst 😉 hier mal der Rest of the Best in alphabetischer (!!!) Reihenfolge. Ich hab mich eigentlich nie mit der Frage nach meinen Lieblings-Live-Alben beschäftigt – da war das Ranking für die Top 3 schon schwer genug…

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Deep Purple – Made in Europe

Frampton comes alive

Peter Gabriel – Plays Live

Billy Joel – Songs in the Attic

DMB – Live in Europe

Muse – Live At Rome Olympic Stadium

Rainbow – On stage

“Made in Europe” war mir immer näher als “Made in Japan”, auch wenn ich Blackmore´s Gitarrenspiel auf Japan immer bewundert habe. Aber die Trackliste auf Europe war mir einfach immer sympathischer. „On Stage“ fand ich eh immer das Beste Rainbow-Album 😉 „Plays live“ fasst einfach kongenial Gabriels erste vier Solo-Alben zusammen – und live ist er eh immer für Überraschungen gut gewesen! Billy Joel – ein Songschreiber erster Kajüte und live habe ich ihn am ersten Jahrestag von 9/11 im Central Park erlebt #unbelievable Und wenn es eine Live-Band par excellance für mich gibt, dann steht Dave Matthews eh immer ganz oben.

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Muse sind für mich noch so´n Kapitel für sich. Ich bin früher nie auf deren Musik klar gekommen, fand aber den Konzertfilm zum Album immer absolut faszinierend. Sie stehen jetzt komplett bei mir zu Hause. Das sagt wohl alles…

Bleiben also nur noch Platz 2 und 3 – und die hab ich ´ne ganze Weile hin und her geschoben, aber am Ende des Tages war klar: Platz 3 gehört Genesis mit „Seconds Out“. Das Album beschreibt für mich die Essenz all dessen, was die Band bis dahin ausgemacht hatte – also auch den Ausschluß der ganz frühen Sachen. Da geht es mir ähnlich wie mit Pink Floyd – gehört hab ich alles. Gemocht aber beide Bands erst ab einem gewissen Reifegrad: bei Floyd ist´s „Meddle“, bei Genesis war´s „Selling England“, auch wenn ich einzelne Songs von vorher auch mag – aber eigentlich nur die, die auf „Second´s Out“ sind 🙂

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Platz 2 gebürt einer der besten Livebands über – Status Quo. Und „Live“ ist einfach der Hammer – man spürt beim Hören förmlich den ganzen Schweiss in der Halle. Quo sind die einzige Band, die es bei jedem Konzert, das ich gesehen habe, das Kunststück fertig bringen, eine Halle sofort zum Kochen zu bringen. Ausnahmslos. Wer´s nicht glaubt: ich empfehle mal den Auftritt in Wembley zu Live Aid anzuschauen 🙂

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Und zu Yessongs: das Vinyl ist immer noch meine erste, die mit dem legendären Fehldruck. Die CD ist eine SHMCD-Version aus Japan als 3er-CD, die es schafft, selbst aus dem sonst bescheidenen Konzert-Klang noch was rauszuholen 🙂

3 Kommentare zu „Live is Live

Gib deinen ab

  1. Muse finde ich auch super. Dahinter steckt auch eine ganz interessante Geschichte, Volltrunken lauschte ich anno 2007 den Klängen von Muse auf dem Festivalgelände nebenan. Der Alkohol war wichtiger als das Konzert, bis zur Bühne hätte ich es kaum mehr geschaft. Später, zuhause, ist Muse dann zu einer meiner Lieblingsbands avanciert. Hätte ich sie gesehen, wäre das vielleicht nie passiert. Ähnliches war es bei R.E.M.. 2001 spielten sie in Köln auf der Domplatte – kostenlos. Ich badete lieber im Rhein. Danach wurde ich der größte Fan…. manchmal ist das so!

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  2. Die 3 geilsten Live-Alben aller Zeiten? Zwei weiß ich sofort; das dritte muss ich auskungeln und würde sich vermutlich alle 3 Wochen auf Nachfrage ändern.

    Platz 1 unangefochten: OMEGA „KISSTADION’79“ ; zum Anbeten toll eingefangene Livekulisse;

    Platz 2 Joe Walsh „You can’t argue with a sick mind“

    Platz 3 Jane „Live at home“

    auf weiteren Plätzen ohne Nummerierung

    – Genesis „Seconds out“
    – Rod Stewart „absolutely live“
    – Lynyrd skynyrd „lyve from Steeltown“
    – Johnny+Edgar Winter „Together“
    – Bee Gees „here at last“

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