Instagram für den Plattenteller

Ich bin 57. Also ein alter Sack 😉 Zu Teenie-Zeiten war ich DER Ansprechpartner in Sachen neue Scheiben. Ich hab die Credits auf meinen Alben quasi auswendig gelernt und war in meinem Freundeskreis so was wie ein wandelndes Musiklexikon. Jahre später konnte ich mein Hobby zum Beruf machen, für Input war also weiterhin gesorgt. Dass durch den Beruf die Leidenschaft für das Hobby flöten ging, sei nur am Rande erwähnt. Der Beruf hat sich mittlerweile geändert – dafür ist die Leidenschaft wieder da!

Seit einigen Jahren bin ich Social Media-mäßig unterwegs – Facebook, Twitter und seit etwa einem Jahr auch bei Instagram. Und mittlerweile liegen meine Informations- und Inspirationsquellen genau da. Na ja, nicht wirklich bei Twitter und eigentlich auch nicht nur online. Anfangs war vor allem Facebook eine tolle Quelle. Ich hab da mehr neue Bands entdeckt als über die einschlägigen Print-Magazine. Von den Kontaktmöglichkeiten mal ganz zu schweigen.

https://www.facebook.com/Ax.T.Beat/

Von da ging es zu diversen Online-Portalen, die nicht zwingend jeder auf der Uhr hat, die aber extrem informativ sind. Zu meinen Lieblingsseiten gehören SDE oder Babyblaue Seiten, die natürlich auch bei Facebook abonniert wurden. Die eine Seite hilft sehr gut dabei, den Überblick in Sachen Veröffentlichungen zu behalten. Die „blaue“ Seite bietet Orientierung, wenn man Empfehlungen zu Musikern bekommt, die man noch so gar nicht auf der Uhr hatte. Die Reviews sollte man nicht als Weisheit letzter Schluss betrachten – aber das sollte man im Netz ja eh nie 😉 Und die Mint ist für für Vinyl-Fans eh erste Bürgerpflicht – in dem Fall vor allem analog!

Bei Facebook war ich anfangs ziemlich blauäugig unterwegs und hab alles über meinen Account laufen – mittlerweile geht es da wesentlich differenzierter zu, entweder durch thematisch fixierte Seiten, die ich anlege, oder auch über Gruppen. Die Kommunikation in FB-Gruppen ist in der Regel wesentlich effizienter, inspirativer und zielgerichteter – und vor allem nervt sie nicht alle anderen, die mit meinem Hobby nichts am Hut haben. Denn seien wir mal ehrlich: leidenschaftliche Musiksammler, die gerne in haptische Tonträger und/oder entsprechendes Equipment investieren gehören einer aussterbenden Spezies an 😎

https://www.instagram.com/akimagmusik/

Zu Beginn war Facebook auch extrem spannend, vor allem, weil neue Künstler ihr eigenen Audioseiten anlegen konnten – warst du auf dem Profil, konntest du gleich reinhören und dir einen Eindruck machen. Das Feature nutzt mittlerweile kein Schwein mehr… Und in Sachen kommunikativer Austausch hat FB auch nachgelassen – von den Gruppen mal abgesehen. Das ist allerdings ein sehr subjektiver Eindruck, der dem Umstand geschuldet sein kann, dass ich in Sachen „Reden über Musik“ mittlerweile bei Instagram lieber unterwegs bin. Ein Bild sagt halt mehr als 1.000 Worte 😇

Wenn du keine Tricks anwendest und einfach nur du selbst bist, dauert es bei Instagram, bis du dir da eine Community aufgebaut hast. Ich bin seit acht Jahren bei FB, seit einem Jahr bei Instagram, doch mittlerweile funktioniert der Austausch und die Kommunikation dort um ein Vielfaches besser. Es braucht, um sich dort zu etablieren, aber es lohnt sich! Zum Vergleich: ich poste ein Album, mit persönlicher Geschichte, in einer spezialisierten FB-Gruppe: die Reaktionen kannst du an einer Hand abzählen. Das gleiche Bild, die gleiche Story bei Insta – natürlich entsprechend aufbereitet 😉 – und du erreichst ein Vielfaches! Das Spiel „ich folge dir, du folgst mir“ ist deutlich unkomplizierter: man muss nicht darum betteln! Und ein einziger, simpler Kommentar unter einem Post sorgt direkt für Aufmerksamkeit.

Learning by doing – ich war bislang kein großer Freund von Stories. Irgendwann muss mit dem ganzen Kram ja auch mal gut sein, dachte ich. Bis ich in einer Story erwähnt wurde. Die Reaktionen darauf waren – für meine Verhältnisse – unglaublich. Für mich jetzt ein Thema, mit dem ich mich jetzt einfach mal beschäftigen werde.

Mittlerweile bin ich „privat“ bei Insta aktiver als bei FB – einfach, weil es unmittelbarer und spaßiger ist. Vor allem, wenn man anfängt, die Menschen hinter den Accounts kennen zu lernen. Und man lernt Leute aus der ganzen Welt kennen, die alle eins verbindet: ihre verrückte Leidenschaft Musik! Anders als bei FB habe ich auf Instagram nur auf dieses Thema beschränkt. Kein Essen, keine Selfies, keine Klamotten. Aber auch keine Regelmäßigkeit! Ich kann ja auch nicht immer zum gleichen Zeitpunkt Musik hören, und manchmal hab ich auf Insta auch einfach keinen Bock. Dafür bemühe ich mich, einfach glaubhaft zu sein – ist ja auch schon was wert 🙂

Bei aller Begeisterung für Instagram darf man nur eines nicht vergessen: „analoger“ Austausch ist am Ende immer schöner. Und genau wie beim Hören von Musik gilt: egal ob digital oder analog – der Mix macht´s! Und der Moment, in dem dich ein Song richtig an den Eiern packt 😍

2 Kommentare zu „Instagram für den Plattenteller

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