Elbow. Live. Köln.

Kein Konzertbericht.

Elbow und ich, das war schon immer eine eigene Geschichte. Ihr Debüt hatte mich geflasht, der Nachfolger war Pflicht in meiner Sammlung. Und dann waren sie auf einmal weg, einfach von meinem Radar verschwunden. Bis 2017, als „Little Frictions“ erschien. Großes Kino!

Dazwischen waren vier weitere Alben erschienen, doch ich brauchte noch über ein Jahr, um überhaupt auf die Idee zu kommen, mich mit den Lücken zu beschäftigen. Und das war dann auch nur reiner Zufall.

Ich will jetzt aber gar nicht groß über die Band oder ihre Musik referieren – geht eh nicht 😉 Jeder Versuch, die Musik in Worte zu fassen, kann eigentlich nur scheitern. Und das ist gut so. Als Einflüsse hat Guy Garvey mal Genesis, Talk Talk und Radiohead genannt. Stimmt.

Zum neuen Album ging die Band auf Tour. Und da mich die Musik immer begeistern konnte und ich Elbow nie gesehen hatte, war klar: diesmal muss es sein. 13. November 2019, Köln, Live Music Hall. Zum Glück hatte ich gleich im April ein Ticket gekauft. Mach ich sonst nie so früh. Ausverkauft.

Der Tag war grau. Ich war müde, der Job hatte in den Wochen zuvor zu viel Aufmerksamkeit verlangt. Ich spielte mit dem Gedanken, nicht hinzugehen. Gottseidank hatte mein innerer Schweinehund die Überhand, trat mich in den Arsch und eine halbe Stunde vor doors open stand ich in der Schlange vor der Halle. Es war kalt.

Pünktlich um 20 Uhr begann die Vorband. Leise. Frontfrau hübsch. Gitarrengeschrammel. Nicht mein Ding. Genau wie das stundenlange Stehen. Ich wollte mich setzen, ging nicht. Gut, auf den Boden. Ich erwischte mich beim Gedanken, kurz Elbow abzuwarten und dann zu verschwinden.

Ich bin bis zum Ende geblieben.

Eindrücke: ich hätte nie gedacht, dass Guy Garvey Entertainer-Qualitäten hat. Hat er! # Das Konzert hatte die angenehmste Lautstärke, die ich je erlebt habe. Es gab Menschen mit Ohrstöpseln – ich habe sie nicht verstanden. # Der Smartphone-Faktor war angenehm gering. # Köln war sehr textsicher. # Ich hab keine Fotos gemacht. # Beim Merch gab es kein Vinyl…

Nur selten, ganz, ganz selten bin ich so beseelt aus einem Konzert gekommen. Und genau wie bei der Musik fällt es mir schwer, die Gründe dafür in Worte zu fassen. Aber zum Glück muss ich das nicht. Ich will auch gar nicht. Ich bin einfach nur dankbar, da gewesen zu sein.

Das war nicht nur das beste Konzert in diesem Jahr – und ich habe Dave Matthews gesehen!!! – das war eines der schönsten Konzerterlebnisse ever.

💗

P.S.: „The Take Off And Landing Of Everything“ fehlt noch im LaMös. Nicht mehr lange 😉

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